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BurnOut war nicht das Ende sondern der Anfang

Aktualisiert: vor 21 Stunden


Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal öffentlich über mein BurnOut schreiben würde, geschweige denn eine Firma zur Prävention und Begleitung gründe. Und noch weniger darüber, dass ich heute überzeugt bin: BurnOut war für mich nicht die Ursache – sondern ein Symptom.


Lange Zeit dachte ich, ich sei einfach zu sensibel. Oder zu ehrgeizig. Oder nicht belastbar genug. Und zu chaotisch sowieso. Ich funktionierte. Ich gab viel. Ich strengte mich an – oft mehr als mir guttat. Und es kam mir immer öfter so vor, als würde ich immer erfolglos anschwimmen gegen Aufgaben, Ideen oder To Do’s.

Und irgendwann ging nichts mehr. Der Moment, in dem alles stillstand. Mein BurnOut kam nicht über Nacht. Es schlich sich ein.


Erschöpfung, die sich nicht mehr wegschlafen liess. Gedanken, die nie zur Ruhe kamen. Ein innerer Druck, ständig „mehr“ leisten zu müssen – ohne genau zu wissen, wofür.

Ich machte, was viele tun: Ich suchte nach Strategien. Pausen. Erklärungen. Und landete irgendwann in einer Klinik. Dort ging dann Erholung. Und ich bekam Strategien an die Hand, die mir das Leben und das Funktionieren erleichterten.


Aber irgendetwas passte nicht. Zwar war mir klar, ein BurnOut würde ich nicht mehr bekommen. Aber irgendwas fehlte. Das Bild war nicht rund.

Irgendwann tauchte eine Frage auf, die ich lange beiseitegeschoben hatte:

Was, wenn mein BurnOut nicht einfach ein BurnOut war? Was, wenn da etwas Tieferes dahintersteckt?


ADHS bei Erwachsenen – warum ich mich darin wiedererkenne


Wenn ADHS nicht gezähmt wird, sondern gelebt.
Wenn ADHS nicht gezähmt wird, sondern gelebt.

ADHS - Ein Akronym, das ich bis dahin mit Kindern - insbesondere Buben, Zappeligkeit und Chaos verband – aber nicht mit mir. Nicht mit Verantwortung. Nicht mit Leistungsfähigkeit. Nicht mit meinem Leben. Schon klar, ADHS ist ein Familienthema, aber doch nicht bei mir!

Und doch: Je mehr ich las, desto mehr erkannte ich mich wieder. Nicht in allem. Aber in vielem. Und dann war da dieser Vortrag, bei dem ich mich filmen liess. Und es fiel mir wie Schuppen von den Augen: da stand ich oder besser ich hüpfte gestikulierend im Raum herum. Begeistert von meinem Thema und gleichzeitig wie ein Zappelphilipp die Emotionen in Bewegung umsetzend. Für mich war es damit endgültig klar: ich habe ADHS.


Keine offizielle ADHS-Diagnose, aber viele Erkenntnisse über mich selbst


Ich schreibe diesen Blog ohne offizielle ADHS-Diagnose. Und das ist mir wichtig zu sagen.

Was ich habe, sind: Beobachtungen, Muster, ehrliche Rückblicke und ein wachsendes Verständnis für mich selbst.

Ich habe erkannt, wie sehr ich mein Leben lang kompensiert habe. Wie viel Energie es mich gekostet hat, „normal“ zu funktionieren. Wie sehr mein innerer Antrieb und meine Erschöpfung zusammenhängen.

BurnOut ist für mich kein Zeichen von Schwäche. Es ist ein Signal. Ein Signal, mein wahres Ich zu erkennen. Mein Ich mit ADHS.


Fortsetzung folgt.

 
 

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