Alltag nach BurnOut: Mein Umgang mit Erwartungen und Selbstfürsorge
- Viviane Zogg

- 25. Juli
- 2 Min. Lesezeit
Zurück im Alltag – und doch anders
Da ist er nun, der Alltag. Und ja – er ist immer noch da. Fast sieben Jahre nach meinem BurnOut.
Ich bin nicht mehr wie damals. Und ganz ehrlich: Ich will es auch gar nicht mehr sein.
Der BurnOut ist heute ein Teil von mir. Nicht als Schwäche – sondern als meine persönliche Frühwarnanlage.
Leben mit BurnOut: Warnsignale erkennen und Grenzen setzen
Ich habe gelernt, Grenzen zu setzen. Im Job. Im Privaten. Und vor allem mir selbst gegenüber.
Ich habe gelernt, meine Signale wahrzunehmen: Wenn es „zu laut“ wird, ist das kein Zufall – sondern ein klares Zeichen.
Dann ist es Zeit, mich rauszunehmen. Innezuhalten. Einen Ruheort zu suchen.
Und ich habe gelernt: Ich brauche nicht immer äussere Hilfsmittel. Meine Notfallbox trage ich in mir. Meine Sinne reichen oft aus. Eine der wichtigsten Erkenntnisse kam leise – aber kraftvoll:
Mein Umgang mit Erwartungen liegt in meiner eigenen Verantwortung. Das gilt sowohl für meine eigenen Erwartungen als auch die der anderen.
Die entscheidende Frage ist: Wie will ich es haben?
Früher war die Antwort oft: schneller, besser, höher. Heute ist sie eine andere: Ich möchte abends noch Energie haben.
Schaffe ich das immer? Nein. Aber das ist nicht entscheidend.
Wirklich wichtig ist, wie ich mit mir umgehe, wenn es nicht gelingt. Selbstfürsorge. Ich für mich.
Achtsamkeit lernen: Die richtigen Fragen stellen
Was heisst das konkret?

Ich nehme wahr: Wie geht es mir gerade? Wo wird es eng? Wo wird es laut?
Ich reflektiere: Wie war mein Tag? Habe ich mich bewegt? Genug getrunken? Pausen gemacht?
Und manchmal wird klar: Da hat etwas nicht funktioniert.
Früher wäre das ein Problem gewesen. Heute sehe ich es anders: Es ist eine Chance.
Denn genau dort liegt das Potenzial. Dort gibt es eine Stellschraube, an der ich drehen kann.
Den Alltag bewusst gestalten: Kleine Veränderungen, grosse Wirkung
In den nächsten Beiträgen geht es genau darum:
Um den Alltag. Um die kleinen Situationen mit grosser Wirkung.
Themen wie:
Reizüberflutung im Alltag
Grenzen setzen – im Job und privat
Pausen wirklich nutzen
Energie bewusst managen
Nicht als komplizierte Methoden.Nicht als weiterer Punkt auf deiner To-do-Liste.
Sondern als etwas, das du längst in dir trägst.
Es geht nicht darum, mehr zu tun, sondern darum, besser hinzuhören. Auf deinen Körper. Auf deinen Geist.
Und dann – Schritt für Schritt – die richtigen Stellschrauben zu drehen.
Dein Weg beginnt hier
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