Braucht es wirklich noch ein BurnOut Coaching-Angebot? Ja. Es braucht ein Dorf.
- Viviane Zogg

- 7. März
- 2 Min. Lesezeit
Hier bin ich! Noch eine Coachin. Noch ein Angebot gegen Stress. Noch jemand, der über BurnOut, ADHS und Selbstverantwortung spricht. Der Markt ist voll. Die Versprechen auch.
Also: Braucht es wirklich noch eines? Ja. Aber nicht, weil wir zu wenig Coaches haben. Sondern weil wir zu viele Einzellösungen verkaufen.
BurnOut und chronischer Stress sind aber kein Einzelproblem. BurnOut ist kein Zeitmanagement-Problem. Stress ist kein Charakterfehler. ADHS ist kein Disziplinmangel. Und trotzdem versuchen wir, komplexe Erschöpfung mit isolierten Massnahmen zu lösen.
Ein Workshop hier. Ein Nahrungsergänzungsmittel dort. Ein bisschen Yoga am Mittwoch. Das ist, als würde man bei einem Orchester nur die Geige stimmen und erwarten, dass die Symphonie plötzlich harmonisch klingt.
Ganz ehrlich: So funktioniert der Mensch nicht.
Warum es bei Stress und BurnOut ein ganzes Dorf braucht

Ich bin überzeugt: Es braucht ein Dorf. Und damit meine ich kein romantisches Bild von Räucherstäbchen und Barfusslaufen, sondern ein echtes Zusammenspiel von Faktoren:
Sport und Bewegung
Peer-Begleitung und ehrlicher Austausch
psychiatrische oder ärztliche Unterstützung
passive Bewegungstherapie wie Shiatsu, Reiki oder regelmässige Massage
bewusste Ernährung
Optimierung des Arbeitsplatzes
sinnvolle Freizeitgestaltung
Gerade bei Menschen, die dauerhaft unter Stress stehen oder bereits mit BurnOut konfrontiert waren, reicht eine einzelne Schraube nicht. Man muss das ganze System anschauen. Und genau da wird es unbequem. Denn Systeme zu verändern bedeutet Verantwortung zu übernehmen.
Was Coaching bei BurnOut wirklich leisten kann und was nicht
Ich bin keine Therapeutin. Ich bin keine Ärztin. Ich verschreibe keine Medikamente. Und ich halte auch nichts davon, mich als alleinige Lösung darzustellen.
Coaching ersetzt kein Dorf. Aber es kann helfen, eines aufzubauen.
Darum arbeite ich mit Partnern. Zum Beispiel pflege ich eine Partnerschaft mit einem Fitnessclub. Weil Bewegung einfach wichtig ist. Nicht nur für stressgeplagte BurnOut’ler, sondern für jeden.
Ich kenne Begleiterinnen, Sportler, Künstlerinnen, Physios und Ernährungscoaches, die ich meinen Klientinnen und Klienten guten Gewissens weiterempfehle. Nicht, weil ich etwas „abgeben“ will. Sondern weil nachhaltige Veränderung mehr braucht als ein Gespräch.
Ich begebe mich selbst in diese Hände. Aus Überzeugung.
Warum es trotz vollem Markt noch ein Coaching-Angebot braucht
Coaching ist kein Reparaturservice. Es ist ein Reflexionsraum.
Ein Ort, an dem wir klären:
Wo brennt es wirklich?
Welche Unterstützung fehlt?
Wo erschöpfst du dich selbst?
Und wo darfst du aufhören, dich zu verbiegen?
Ich nehme dir die Verantwortung nicht ab. Aber ich halte den Raum, damit du sie übernehmen kannst. Und genau deshalb braucht es noch ein Coaching-Angebot.
Nicht, weil es zu wenige gibt. Sondern weil es Angebote braucht, die sich nicht als alleinige Lösung inszenieren.
Wenn du eine schnelle Lösung willst, bin ich nicht die Richtige. Wenn du aber bereit bist, dein eigenes Dorf aufzubauen, ehrlich hinzuschauen und Verantwortung zu übernehmen, dann kann dieses Coaching ein kraftvoller Teil deines Systems sein.
Nicht als Heilsbringer. Sondern als Verbindungsglied.
Und genau deshalb braucht es mein Angebot.
Fortsetzung folgt.



