ViZion GmbH gründen: Meine persönliche Geschichte zwischen Burnout und Neuanfang
- Viviane Zogg

- 21. Feb.
- 3 Min. Lesezeit
Manchmal ist es nicht ein einzelnes Ereignis, das den Weg bestimmt, sondern eine Reihe von Momenten, in denen man merkt: Das, was ich erlebt habe, kann ich nicht einfach hinter mir lassen, es will geteilt werden.
So war es bei meiner Entscheidung, die ViZion GmbH zu gründen.
Der Weg nach dem Burnout: Arbeit, Coaching und erste Schritte in die Selbstständigkeit
Ich bin seit langem angestellt und in unterschiedlichen Rollen tätig – vom Hotelfach über Teamleitung bis Business Development. Das Leben oder besser, mein eigener Perfektionismus hatte mir vieles vorgelegt, auch meinen eigenen BurnOut.
Als ich aus der Klinik zurückkehrte, gab es keinen klaren Plan. Kein Jetzt weiss ich, was ich will. Es gab vor allem eines: Abstand zum alten Alltag. Und dank einem verständnisvollen Arbeitgeber gab es für mich den Weg zurück an den angestammten Arbeitsplatz. In neuer Form natürlich. Mit reduziertem Pensum und Flexibilität bei der Arbeitseinteilung.
Relativ bald wurde mir ausserdem bewusst, dass meine Erfahrungen nicht nur meine sind. Dass sie auch für andere Bedeutung haben könnten. Nicht als fertige Lösung, sondern als ehrlicher Einblick. So begann ich im Rahmen von Coachings Personen zu begleiten, die ähnlich gestresst und BurnOut gefährdet waren wie ich. Das plätscherte dann so vor sich hin.
Der eigentliche Wendepunkt kam Ende 2024 in einem Coachingseminar. Dort wurde mir klar: Ich möchte nicht nur im 1:1 begleiten. Ich möchte etwas Grösseres schaffen: einen Raum, der über einzelne Gespräche hinausgeht.
Dieser Gedanke war leise und beharrlich. Ein stilles Wissen: Das hier darf wachsen. So begann die Reise zur Gründung der ViZion GmbH.
Warum eine GmbH gründen?
Diese Entscheidung war kein strategischer Masterplan, sondern ein Bedürfnis nach Verbindlichkeit. Nach einem klaren Rahmen für mein Coaching, meine Haltung und mein Engagement. Und darin wollte ich investieren.
Andere kaufen sich ein Auto, ich gründe eine Firma.

Ich wollte:
einen professionellen, geschützten Raum schaffen, in dem Menschen ernst genommen werden
einen Rahmen bieten, in dem sich Menschen öffnen und ihre eigene Verantwortung übernehmen können
ein Angebot mit Struktur, das gleichzeitig flexibel und menschlich bleibt
etwas Greifbares und Nachhaltiges aufbauen, jenseits von losem Freelancing
und mit der Zeit grösser werden. Wachsen, das Thema in die Personalabteilungen von Unternehmen tragen, die ihre Mitarbeiter unterstützen möchten.
Kurz: ViZion soll mehr sein als ein Name. Ein Ort der Begegnung, des Verstehens und des Wachstums.
Eine GmbH zu gründen ist nicht nur Papierkram und Bürokratie, auch wenn das dazugehört. Für mich war es vor allem ein innerer Schritt: Ich glaube an das, was ich hier mache. Und ich gebe diesem Glauben eine Form.
Das bedeutete:
Ängste anschauen
Ungewissheit aushalten
Verantwortung tragen, für meine Arbeit und für mich selbst
Keine geraden Linien. Keine glatten Antworten. Nur immer wieder: Ich gehe weiter.
Was ich aus der Gründung der ViZion GmbH gelernt habe
Heute ist die ViZion GmbH mehr als ein Unternehmen. Sie ist Ausdruck dessen, was mir wichtig ist: Menschen zu begleiten, die aus Stress, Überforderung oder Erschöpfung herausfinden wollen und ihre Besonnenheit wieder entdecken, bevor es zum BurnOut kommt.
Das bedeutet:
klare Angebote (Coaching, Mentoring, Workshops)
ein Raum für ehrliche Gespräche
gemeinsames Gehen von Wegen: nicht vorgeben, sondern begleiten
Rückblickend hat mich das Gründen mehr über mich selbst gelehrt als über Verträge oder Strukturen.
Ich habe gelernt:
zu vertrauen
loszulassen
mich immer wieder neu auszurichten
Und vielleicht ist das die wichtigste Erkenntnis: Gründen ist kein Endpunkt. Es ist ein Lernprozess.
Fortsetzung folgt.



