Zuverlässigkeit – was ist das schon?
Was gemerkt? Der letzte Blog stammt vom 22.08.2026
Zugegeben, meine Leserzahlen haben in letzter Zeit nicht gerade dazu motiviert diesen doch recht aufwendigen Blog weiter zu betreiben. Von über 200 sind die Zahlen auch mal unter 20 abgesackt. Aber schon die 200 sind eigentlich lachhaft, oder?
ODER stecken dahinter 200 (oder knapp 20) Menschen, denen ich ein bisschen was mit auf den Weg geben kann? zB dass sie einfach OK sind, so wie sie sind. Mit ihren Stresssymptomen, mit ihrem Perfektionismus, mit ihrem Umgang mit Glück, mit oder ohne ADHS, mit oder ohne Burnout.
Und was sind mir diese 200 (oder knapp 20) Menschen wert?
Die Antwort auf diese Frage hat mich zu meinem heutigen Thema geführt:
Zuverlässigkeit.
Nein, ich erhebe nicht den Anspruch, dass irgendjemand da draussen auf meinen nächsten Blog wartet. Ich glaube nicht, dass am 23.08. morgens jemand gedacht hat: „Wo bleibt eigentlich der nächste Blog von ViZion?“
Aber ich merke etwas anderes: Ich habe einen Anspruch an mich selbst. Ich möchte, dass Menschen sich auf mich verlassen können.
Nicht immer. Nicht unter allen Umständen, denn das wäre dann vermutlich wieder mein alter Freind (herrliche Wortschöpfung, dieser Zusammenzug aus Freund und Feind, nicht wahr?): der Perfektionismus.
Aber wenn ich etwas zusage, möchte ich es auch halten. Wenn jemand auf mich zählt, möchte ich da sein. Und wenn ich merke, dass etwas nicht funktioniert, möchte ich nicht einfach verschwinden, sondern ehrlich damit umgehen.
Zuverlässigkeit beginnt bei mir selbst
Für mich bedeutet Zuverlässigkeit aber nicht, immer alles möglich zu machen oder jede Erwartung erfüllen zu müssen. Im Gegenteil: Manchmal gehört es dazu, die eigenen Grenzen wahrzunehmen und ehrlich mit ihnen umzugehen. Zu wissen, was gerade möglich ist. Zu spüren, wann etwas zu viel wird. Und auch einmal zu sagen: Dafür brauche ich mehr Zeit. Oder: So geht es für mich im Moment nicht.
Auch darin steckt für mich Verlässlichkeit – mir selbst und anderen gegenüber.
Und damit sind wir wieder bei einem Thema, das sich eigentlich durch viele meiner bisherigen Blogs zieht: Wie gehe ich mit mir selbst um?
Mit dem, was ich von mir erwarte. Mit meinen Grenzen.
Und mit den Vorstellungen davon, wie ich sein oder funktionieren sollte.
Also: Hier bin ich wieder!
Vielleicht nicht mehr ganz so regelmässig wie ursprünglich geplant. Nicht zwingend alle zwei Wochen. Aber zuverlässig.

Und damit ist Zuverlässigkeit auch gleich das erste Thema meiner neuen Blogreihe.
Was bedeutet es eigentlich, zuverlässig zu sein? Für andere? Für sich selbst? Wo hört Verlässlichkeit auf und wo beginnt Selbstaufgabe? Wann ist es richtig, eine Zusage einzuhalten – und wann ist es wichtiger, ehrlich zu sagen: Das geht für mich gerade nicht?
Und was hat das alles mit Stress, Perfektionismus und Selbstfürsorge zu tun? Diesen Fragen möchte ich in den nächsten Blogs nachgehen.
Und vielleicht ist die erste Frage ja ganz einfach: Kannst du dich auf dich selbst verlassen?
Bist du wieder dabei?
Fortsetzung folgt.




